Oberursel – Vor einigen Wochen machte die Masche des 21 jährigen Gjergj Binakaj, Schüler des allgemeinbildenden Gymnasiums in Oberursel, Schlagzeilen. Binakaj bot mehrere Apple-Notebooks und Playstations bei Ebay zum Kauf an, lieferte jedoch nach Bezahlung keine Ware. Parallel hierzu bot er auf der Anzeigenplattform Kijiji mehrere Eintrittskarten zu Konzerten der Ärzte und wie auch aktuell, Tickets für Fußballspiele der Bundesliga an.
Im Falle von Ebay handelte Binakaj extrem verwerflich, da er Daten von Toten missbrauchte um die Zugangskontrolle von Ebay zu umgehen. Um unliebsamen Rückfragen zu entgehen, vermied es Binakaj ebenso, Auktionsgewinner zu behelligen. Er behauptete stets nach Ende einer Auktion, die Ware sei untergegangen um anschließend ein Angebot an den unterlegenen Bieter zu starten. Dieser bekommt, aufgrund einer Eigenart der Ebaysoftware, den Namen des Verkäufers grundsätzlich erst auf Anfrage mitgeteilt.
Kam es trotzdem zu Problemen, schreckte der Oberurseler nicht einmal davor zurück, seinen Opfern eine Kopie seines Personalausweises zuzusenden, um diese in Sicherheit zu wiegen. Von uns darauf angesprochen, ob er denn keine Angst vor den rechtlichen Konsequenzen hätte, sagte er, dass in seinem Fall wohl keine ernstlichen Konsequenzen zu befürchten seien und er hätte so oder so in den meisten Fällen als Heranwachsender gehandelt. Von einem Unrechtsbewusstsein konnten wir keinerlei Spur entdecken.
Nach Auskunft der Behörden liegen mehr als 60 Strafanzeigen vor und es wurde bereits Anklage erhoben. Da jedoch aus rechtlicher Sicht die Gründe für eine Untersuchungshaft nicht ausreichen, ist Gjergj Binakaj weiterhin auf freiem Fuß und kann seinen „Geschäften“ nachgehen.
Der Verein Nicht Abzocken e.V. warnt deshalb nochmals ausdrücklich davor, mit Gjergj Binakaj Geschäfte zu tätigen, bei denen Vorkasse zu leisten ist. Grundsätzlich ist es stets empfehlenswert, bei Ebaygeschäften einen Treuhandservice einzuschalten.
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